Gesundes Umfeld – gesünderes Leben

Ein „Umfeld“, in dem man gerne lebt – das ist einer der entscheidenden Schlüssel dafür, wie gesund man wirklich ist und wie lange man tatsächlich lebt.

Die Beziehungen, die wir pflegen, spielen eine große Rolle für unser Wohlbefinden. Aus diesem Grund bin ich dankbar für das Zusammentreffen mit so vielen tollen Menschen auf den Veranstaltungen, auf denen ich unterwegs bin. Toll, was aus den daraus entstehenden Kontakten alles so möglich ist…

Die Umgebung, in der sich der Mensch den größten Teil des Tages aufhält, bestimmt seinen Charakter (Thomas von Aquin)

Risikofaktor Alterseinsamkeit

Die Umgebung formt vielleicht langfristig unseren Charakter, kurz- und mittelfristig bestimmt sie jedoch erst einmal darüber, ob wir uns wohlfühlen. Eine Pflanze, die in gutem Boden wächst, ein Tier, das in seinem Element ist, ein Mensch, bei dem es rundherum einfach «stimmt» – sie alle gedeihen besser und leben länger, glücklicher und kraftvoller als andere. Schauen wir uns daher ruhig etwas genauer an, was sich im Bereich des Umfelds grob- und feinjustieren lässt.

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Sondern auch von Luft und Liebe. Davon, dass es ihm gut geht. Von sozialer Anerkennung, von familiärem Schutz, von kultureller Hintergrundsicherheit. Wohlbefinden ist keine Sache bloß des Inneren, sondern genauso abhängig von äußeren Faktoren. Arbeit, Familie, Freundeskreis – auch in diesen Bereichen sollte es stimmen, denn nur wenn wir eine gewisse Zufriedenheit mit unserem Leben fühlen, gehen wir positiv gestimmt in die Zukunft … und damit ins Alter.

Mein Tipp: Pflegen Sie Ihre familiären und freundschaftlichen Beziehungen und halten Sie sich in einem “positiven” Umfeld auf.

Dass gute soziale Beziehungen statistisch zu einem längeren Leben führen, ist leicht dahingesagt. Aber diese Behauptung wird von zahlreichen wissenschaftlichen Studien gestützt. Sie alle kommen zu dem Ergebnis: Wer gut eingebunden ist in ein Netz aus freundschaftlichen und sozialen Beziehungen, lebt deutlich länger. Dagegen stellt Alterseinsamkeit als Faktor für ein frühes Ableben «klassische» Risiken wie Rauchen, übermäßigen Alkoholkonsum oder Übergewicht locker in den Schatten.